130 verdoppelte ich meine Beredtſamkeit: ich malte ihr den Marquis, aus Verzweiflung ſterbend, falls ſie ſeinen Wünſchen nicht entſpräche...“
„War denn dieß aber nöthig, Schwachkopf?“
„Ja gewiß, dieß war ſehr nöthig! Die Kleine ſchwankte.“
„Grimaſſen!“
„Nein, im Gegentheil machte ſie mir intereſſante Geberden.“
„Wird ſie kommen?“
„O ja, bei Gott, ſie wird kommen!... allein ich war es, der ſie dazu bewegen mußte.“
„Morgen Abend?“
„Ja, um acht Uhr.“
„Wo das?“
„Auf der Brücke la Tourneille.“
„Gut.“
„Als ich einmal ihre Antwort hatte, ließ ich mir die Bandroſe befeſtigen und...“
„Erſpare mir das Uebrige, ich weiß genug.“
„Du mußt gleichwohl noch wiſſen, daß ich, in⸗ dem ich zu eilig grüßte, eine Scheibe zerbrach, für die ich einen Thaler bezahlen mußte, der mir, wie ich hoffe, wieder erſtattet werden wird. Ah! das iſt nicht Alles, ich weiß auch noch, daß die Schöne Julie heißt und ich wollte wetten, daß ſie eine Italienerin iſt. Du ſiehſt, daß ich meine Zeit nicht verloren habe; biſt Du zufrieden mit mir?“
„Ja, es iſt nicht gar übel,“ ſagte Touquet in ſanfterem Tone und ſich einem Tiſche nähernd, auf


