Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Auch dieſes Mal ſitzt der Barbier wie gewöhnlich an dem Kamine und erwartet Blanca's Ankunft; allein ſobald ſie erſcheint, heftet er gegen ſeine Ge⸗ wohnheit die Augen auf das junge Mädchen und ſcheint in den ihrigen leſen zu wollen.

Erſtaunt, ſich von dem Manne, deſſen Blicke ihrem Lächeln ſtets ausgewichen waren, auf dieſe Art be⸗ trachtet zu ſehen, ſchlägt Blanca unwillkürlich ihre Augen, aus denen Offenherzigkeit und Unſchuld ſpre⸗ chen, nieder, und eine ſtärkere Röthe ſchmückt ihre Wangen, denn die Blicke des Barbiers haben etwas Durchdringendes, an das ſie nicht gewöhnt iſt.

Allein Touquet ſcheint bereits beruhigt: der Aus⸗ uck der Geſichtszüge des jungen Mädchens hat ſeine Beſorgniſſe verjagt. Er ſetzt ſich an den Tiſch und gibt dem nszedeae Kind ein Zeichen, ſeinen gewohnten Platz einzunehmen. Die Mahlzeit ſcheint wie gewöhnlich ſtill vorübergehen zu wollen; bloß Margarethe wagt, indem ſie die Teller wechſelt und die Schüſſeln herbeibringt, einige Phraſen, welche Blanca durch ein Paar Worte beantwortet. Allein plötzlich ruft das junge Mädchen, das ſich an eine angenehme Idee zu erinnern ſcheint, aus: Mein Freund, haben Sie dieſen Morgen die Muſik ge⸗d hört? Die Muſik? ſagte Touquet, Blanca verſtohlen anblickend;ich glaube ſie gehört zu haben. O, ſie war ſehr ſchön! Anfänglich wurde ita⸗ lieniſch geſungen, dann eine Romanze in franzöſiſcher Sprache... warten Sie... ich glaube, ich weiß den