Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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123 bin ich Schuld, Madame, ſagte Julie; ich hätte ihm den Betrag der Scheibe abfordern ſollen.

Ja, Jungfer, das wird ſie ein ander Mal lehren, nicht mehr auf die Reden dieſer Herren zu hören, die viel Lärmen machen und keinen Sous in der Taſche haben.

Die junge Italienerin antwortet nichts; es iſt wahrſcheinlich, daß in dieſem Augenblick Chaudoreille und die Scheibe ſie nicht beſchäftigen.

Die Nacht iſt eingebrochen; ſeit einigen Stunden hört man keinen Laut mehr in dem Laden des Bar⸗ biers, der, ſeiner Gewohnheit zufolge, ſeinen Laden ſchließt, ſobald ſich der Tag neigt, da er des Abends keinen Fremden zu empfangen pflegt und keine Kun⸗ den mehr erwartet.

Dieſen Augenblick hat Touquet einem Mittag⸗ eſſen gewählt, obſchon man dämals dieſes Mahl ge⸗ wöhnlich weit früher einnahm. Das Mittageſſen des Barbiers konnte daher a ch für ein Nachteſſen gelten.

Sobald Margarethe aus ihrer Küche ruft:Man erwartet Sie, Fräulein! verläßt Blanca ihr Zim⸗ mer und eilt in den untern Saal herab, wo das Eſſen aufgetragen iſt. Touquet ſpeist mit dem jungen Mädchen; dieſer Augenblick des Tages vereinigt ſie am längſten, obſchon der Barbier ihn, wie es ſcheint, ſo viel als möglich abzukürzen ſucht. Er bleibt nur ſo lange bei Tiſch, als er zur Befriedigung ſeines Appetits nothwendig bleiben muß, und beantwortet Blanca's Aeußerungen nur durch einſylbige Worte, um die Dauer der Mahlzeit nicht zu verlängern.