Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Dieſe unverſchämten Reden waren damals ſo ſehr Mode, daß die Handelsfrau ſchwieg, ſtatt den Ritter zur Thüre hinauszuwerfen, was gegenwärtig einem Stutzer geſchehen könnte, der ſich wie Chau⸗ doreille benähme.

Beim Henker, wenn man dieſe Spießbürger nicht an ihren Ort verwieſe, ſie würden, glaube ich, ſich erlauben, uns Bemerkungen zu machen, ſagte Chaudoreille, ein roſenrothes Band zum zwanzig⸗ ſten Male ſeinem Wammſe nähernd.Dieſe Farbe paßt gut für mich... Was halten Sie davon, be⸗ wundernswürdiges Jüngferchen?

Ich glaube, daß dieſe Bänder zu friſch ſind, um ſich mit den Kleidern des Herrn zu vereinigen, und das wird immer grell abſtechen.

Ich geſtehe, daß der Sammt meiner Jacke ein wenig abgeſchoſſen iſt, allein was wollen Sie: wenn ein Menſch ſich ſchlägt, ſo wird er nothwendig be⸗ ſtäubt und beſchmutzt... meinen Mantel da habe ich z. B. erſt ſechs Wochen, und ich wette, daß Sie ihm ein Alter von wenigſtens einigen Monaten geben.

Entſchließen Sie ſich doch, was Sie für ein Band wollen, mein Herr! ſagte das junge Maͤd⸗ chen, ohne ſeine Frage zu beantworten.

Nun denn, ich will eine roſenfarbene Band⸗ roſe, ſagte Chaudoreille und fügte in geheimniß⸗ vollem Tone hinzu:Ich habe Ihnen etwas ſehr Wichtiges mitzutheilen.

Ich muthmaße es, erwiedert Julie.

Wohlan! ſagte Chaudoreille zu ſich,ich wette,