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entrollt er zwanzig verſchiedene Arten von Bändern, nähert ſie dem Griffe ſeines Degens und blickt von Zeit zu Zeit umher, um ſich zu verſichern, ob er ſprechen könne, ohne von den zwei andern Frauen⸗ zimmern, welche ſich in dem Laden befinden, gehört zu werden. Dieſes Benehmen entgeht dem jungen Mädchen nicht, die zu den Zeichen von Einverſtänd⸗ niß, welche ihr Chaudoreille gibt, lächelt und zu er⸗ warten ſcheint, daß er ſich deutlicher erkläre. Zum Glücke für den Letzteren treten zwei Perſonen in den
Laden, und während die Alte und das andere Frauen⸗
zimmer damit beſchäftigt ſind, ſie zu bedienen, knüpft er mit halblauter Stimme die Unterhaltung alſo an: „Ich bin nicht bloß hieher gekommen, um ein Band zu kaufen, himmliſches Geſchöpf!“
„Wenn Sie etwas Anderes verlangen, ſo ſprechen Sie, mein Herr, man wird Sie bedienen.“
„Julie, ſind Sie noch nicht fertig mit dieſem Herrn?“ ſagte die Alte in ungeduldigem Tone, den langen Raufer des Ritters, der, ſo oft er ſich regt, die Augen ihrer Katze bedroht, mürriſch anblickend.
„Der Herr entſchließt ſich nicht,“ erwiedert Julie, während Chaudoreille mit unverſchämter Miene aus⸗ ruft:„Es ſcheint mir, daß es mir freiſteht, die Farbe auszuwählen, die mir gerade gefällt... Wenn ein Menſch wie ich in einen Laden kommt, ſo muß man, mein Schatz, darauf bedacht ſein, ihn ſo lange als möglich daſelbſt aufzuhalten; wenn Ihnen meine Kundſchaft lieb iſt, ſo laſſen Sie mich mit dieſem ſchönen Kinde ſchwatzen, ſo lange es mir gefällt.“


