Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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und ſagt bei ſich:Der Henker, ſie gleicht dem Ge⸗ mälde, das man von der Kleinen entworfen hat, nicht ganz; es iſt wahr, die Liebe iſt blind und die großen Herren lieben die originellen Phyſiognomien.

Allein nachdem Herr Chaudoreille die Perſon, die ſo eben das Wort an ihn gerichtet, eine Zeit lang betrachtet hat, wendet er ſein Auge von ihr ab und erblickt ein anderes Frauenzimmer, das Bänder mit der Elle mißt. Beim erſten Blicke hat der Abge⸗ ſandte des Barbiers das junge Mädchen erkannt, deren Bild man ihm entworfen hat: ſie war genau ſo, wie Meiſter Touquet ſie ihm beſchrieben hat, nur die Farbe ihrer Augen, die ſie auf den Zeug gerichtet, hat er noch nicht bemerken können. Chaudoreille nähert ſich ihr und macht ihr eine anmuthige Ver⸗ beugung, indem er leiſe zu ſich ſagt:Das iſt un⸗ ſere Perſon; ich habe einen erſtaunlich feinen Takt, um richtig zu errathen. Andere würden eine ganze Stunde lang ſchwanken; allein ich erkenne diejenigen, welche man mir bezeichnet hat, auf den erſten Blick, und ich täuſche mich nie.

Das ſind köſtliche Bänder, ſagte Chaudoreille, ſich mit unbefangener Miene auf das Comptoir ſtü⸗ zend, nachläßig ſein Kinn ſtreichelnd und die leichten Manieren nebſt dem unverſchämten Tone der Stutzer des Tags zu copiren ſuchend.

Das junge Mädchen blickt jetzt nach dem Ritter auf: der Glanz, der Ausdruck ihrer Augen hemmen Chaudoreille mitten in einem Complimente, von dem er die glücklichſte Wirkung erwartete.