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„Ich werde es bezahlen,“ ſagte endlich Chaudo⸗ reille, einen tiefen Seufzer holend.
„In der That, ich hoffe es,“ erwiedert die Han⸗ delsfrau,„allein hat man auch je irgend Jemand einen größern Degen tragen geſehen!“
Bei dieſen Worten richtet ſich der Ritter wieder empor, hält ſich auf ſeinen Fußſpitzen und ſagt, dem alten Weibe einen zornigen Blick zuwerfend:„Es fällt mir ſehr auf, daß man ſich ſolche Bemerkungen erlaubt; ich ir ige die Waffe, die mir geziemt, und wenn ein bärtiges Kinn mir Etwas der Art geſagt hätte, ſo würde mein Degen auf der Stelle das Maß von ſeinem Körper genommen haben.“
„Was ich darüber geſagt habe, ſagte ich nicht, um Sie zu kränken, mein Herr,“ erwiedert die alte Handelsfrau, einen mildern Ton annehmend;„es ſchien mir nur, dieſer lange Raufer hindere Sie im Gehen.“ 1
„Mich hindern!... das iſt noch ärger!“ Mit dieſen Worten kehrt Chaudoreille der Handelsfrau den Rücken und nähert ſich den jungen Perſonen. „Ich bin nicht hieher gekommen,“ redete er ſie an, „um über die Länge meines Degens zu ſtreiten, laſſen wir dieſe Frau faſeln.“
„Was wünſcht der Herr?“ ſagt ein junges, ſchiel⸗ äugiges Mädchen mit platter Naſe, dicken Lippen, krummem Kinn und einer dunkelrothen Geſichtshaut, die mit einer Schichte von Firniß überzogen zu ſein ſcheint. Chaudoreille betrachtet ſie einige Augenblicke
Paul de Kock. LV. 8


