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er glaubt, daß die Gewandtheit, mit der er deſſen Liebesprojekte befördern werde, dem großen Herrn bälder oder ſpäter zu Ohren kommen und ihm ſeine Gunſt erwerben werde. Von dieſen Gedanken erfüllt, beeilt er ſich, den ihm von Touquet bezeichneten Laden zu erreichen.
Ehe er hineintritt, faßt Chaudoreille ſeine Ge⸗ danken noch einmal zuſammen:„Es handelt ſich hier,“ ſagt er zu ſich,„nicht davon, wie ein Schulfuchs auszuſehen und das ganze Magazin unter einander zu werfen, ohne Etwas zu kaufen; vergeſſen wir nicht, daß ich der Abgeſandte eines großen Herrn bin. Man hat nur zehn Thaler als Abſchlagszahlung an der für meine Dienſte mir zugedachten Belohnung gegeben, ich kann daher wohl vierundzwanzig Sous ausgeben.“
Nachdem er dieſen Entſchluß gefaßt hat, öffnet er die Thüre des Ladens und tritt ſchnell hinein; allein während er eine Wendung machen will, um ſich mehr Anſtand zu geben und zu gleicher Zeit rechts und links zu grüßen, ſchleudert er die Scheide ſeines Rolands an eine Scheibe der Glasthüre und zer⸗ ſchmettert ſie in tauſend Stücke.
Chaudoreille geräth in Verwirrung und ſeine Ge⸗ ſtalt beugt ſich vorwärts, denn er berechnet, daß der Preis der Scheibe die Ausgabe, die er machen will, bereits überſteigt. Zwei junge Mädchen, welche links in einem Comptoir ſitzen, brechen laut in ein ſchal⸗ lendes Gelächter aus, während eine alte, ihnen ge⸗ genüber ſitzende Frau zwiſchen den Zähnen murmelt: „Wie ungeſchickt das doch iſt!“


