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Geſtalt man bloß durch dunkle Fenſterſcheiben erblickt hat, und auf den Beſttz dieſes faſt idealen Gegen⸗ ſtandes baut Urbain bereits das Glück ſeines Lebens. Allein gehen wir auf uns ſelbſt zurück, und wir wer⸗ den finden, daß wir wahrlich nicht vernünftiger ſind! Glücklich wären wir zu nennen, wenn ſich zwiſchen uns und den Träumen, in denen wir uns wiegen, oft nur die Dicke einer Fenſterſcheibe befände.
Der Knoten der Antriguen ſchürzt ſich.
Chaudoreille eilt mit großen Schritten nach der Altſtadt; die zehn Thaler, welche er in ſeinem Beutel fühlt, auf den er beim Gehen aus Klugheit beſtändig die Hand hält, veranlaſſen ihn, den Kopf noch dün⸗ kelhafter empor zu richten. Er hat ſeinen kleinen Hut auf ſein linkes Ohr dergeſtalt geſetzt, daß die alte rothe Feder, die auf ihm prangt, genau auf ſein rechtes Auge zurückſinkt und der Ritter bei jedem Schritte, den er thut, ſeinen Blick an dem Schwan⸗ ken ſeines Federbuſches weiden kann.
Nie hat ſich Chaudoreille ſo leicht, ſo mit ſich ſelbſt zufrieden gefühlt. Blanca's Bild ſchwebt noch vor ſeinen Augen, und ſtets voll Zuverſicht auf ſein Verdienſt, überredet er ſich, daß die junge Agnes ihn nicht mit Gleichgültigkeit ſehe. Andererſeits ſchmeichelt das ihm aufgetragene Unternehmen ſeiner Eigenliebe; er hält ſich für den Freund, den Ver⸗ trauten des Marquis von Villebelle, obgleich dieſer noch nie ein Wort mit ihm geſprochen hat; allein


