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„Das könnte wohl möglich ſein, mein Herr... Touquet iſt noch jung, er will ſie vielleicht heirathen.“
„Bahl ich wenigſtens glaube das nicht. Erſtens verſichert man, die junge Perſon ſei nicht ſchön... ich habe dieß von jenem kleinen, magern Schurken mit dem langen Degen gehört, der oft zu dem Bar⸗ bier geht; er behauptet, die Waiſe ſei ſehr häßlich.“
„Häßlich!“ ruft Urbain lebhaft aus,„das iſt eine abſcheuliche Lüge!“
„Der Herr hat ſie alſo geſehen!“ rufen alsbald die Gevatterinnen aus, den jungen Menſchen mit boshafter Miene anblickend. Dieſer fühlt, daß er eine Unklugheit begangen hat, allein da er von die⸗ ſen Damen nichts mehr zu erforſchen hat, ſo macht er ihnen eine tiefe Verbeugung und verläßt ſchnell den Laden, indeß die Gevatterinnen unter ſich ſagen: „Wohlan, er iſt weggegangen und hat uns nicht geſagt, was er von Touquet will!“
Allein Urbain hat genug erfahren, und den Weg nach der Straße Montmartre, in welcher er wohnt, einſchlagend, ſpricht unſer Verliebter Folgendes bei ſich:„Sie iſt nicht die Tochter des Barbiers; er hat ihr Vaterſtelle vertreten, allein er hat bloß die Rechte an ſie, welche die Wohlthätigkeit auf ein dankbares Herz verleiht. Sie iſt die Tochter eines Edelmanns, um ſo beſſer; mein Vater war auch Edelmann, er hat unter König Heinrich tapfer gefochten. Die alten Krieger erinnern ſich noch des Kapitäns Dorgeville, und der Name, den er an mich vererbt hat, iſt rein und fleckenlos. Ich bin allein, bin mein eigener Herr;


