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Entbehrung hatten ihren Körper ſchon längſt gebeugt; ſie bewegte ſich nur langſam vorwärts, und die hohen Abſätze ihrer großen Pantoffeln ließen ein einförmi⸗ ges Geräuſch ertönen, deſſen Takt das bejahrte Mäd⸗ chen nicht mehr beſchleunigen konnte. Als ſie ſich mitten in der Hausflur befand, erſcholl ein zweiter Schlag an der Thüre, der, ſtärker als der erſte. Alle Scheiben des Hauſes erſchütterte. 1
„Ach, mein Gottl, ſagte Margarethe, ah hat große Eile! Wer iſt wohl. der Freund meines Herrn, der ſo zu klopfen wagt?.. Gewiß ſind einige Schei⸗ ben zerſprungen. Sollte es wohl Chaudoreille ſehn? O nein! der klopft nur ganz leiſe, ganz ſanft an. Türlüpa e Bahl ich würde ihn auf der Straße ſingen hören! Zudem iſt er keiner von den Freunden meines Herrn. Ach! ich bin ſehr neugierig, zu eriahren wer es ſein mag.“
Ihrer Neugierde ungeachtet beſchleunigte Marga⸗.
rethe ihre Schritte nicht, ſie kam jedoch an der Thüre
an, und nachdem ſie ſich in ihrem Herzen ihrer theu⸗ 8
ren Schutzheiligen anempfohlen hatte, entſchloß ſie ſich, zu öffnen. Ein Mann, der in einen langen
Mantel, den er gegen das Geſicht hielt, gehüllt waͤrß
und den Kopf mit: einem Hut bedeckt hatte, deſſen
Ränder mit weißen Federn geſchmückt waren, die ihm.
ſo weit über die Augen herabhingen, daß man digſe
nicht bemerken konnte, erſchien am Eingaͤnge der
Hausflur und fragte mit ſtarker Sti imine, 9 Pier wohl der Barbier Touquet woyne. 3


