denen ich bei dem Herrn bin, daſelbſt nichts Unſchick⸗ liches und Unanſtändiges vorgegangen iſt. Wohl erinnere ich mich noch, daß, als man mir vor acht Jahren ſagte:„Margarethe, Herr Touquet, der Bar⸗ bier und Badehalter in der Straße des Bourdonnais, ſucht eine Magd für ſein Haus,“ ich mich mehr als einmal beſonnen habe... ich bitte Sie um Verzei⸗ hung, mein Herr... dieß kommt daher, weil die Häu⸗ ſer der Badehalter und Vermiether nicht wie Balſam riechen; allein man ſagte mir, Herr Touquet iſt gegenwärtig wohlhabend, er vermiethet keine Zimmer
mehr und begnügt ſich damit, des Morgens ſein Ge⸗ werb zu treiben; übrigens nimmt er faſt gar keine Beſuche in ſeinem Hauſe an, wo er ein kleines Mäd⸗ chen, das er an Kindesſtatt angenommen hat, mit
Sorgfalt erzieht. Bei meiner Treu', dieß machte meiner Unſchlüſſigkeit ein Ende und ich habe ſeit⸗ her nicht Urſache gehabt, meinen gethanen Schritt zu bereuen. Wenn des Morgens eine Menge Leute jeden Standes in den Laden kommt, ſo dringt doch Niemand in das Innere des Hauſes ein. Monſieur lebt auf einem ehrenvollen Fuße, ich rühme mich deſſen, und was ich am meiſten bewundere, iſt die Aufmerkſamkeit, die er der jungen Waiſe widmet; denn ich glaube mich zu erinnern, daß Monſieur mir
geſagt hat, ſie ſei eine Waiſe... ja, Monſieur hat es mir geſagt. Gewiß verdient ſie Alles, was man
für ſie thut, dieſe theure Blanca, aber ich glaube, ich habe Ihnen nicht geſagt, durch welche Mittel ich ſie vor den Schlingen bewahre, die man der Unſchuld


