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erhielt, ſo nahm ſie an, er billige ſtillſchweigend ihre Worte und faßte den Faden ihres Geſprächs wieder auf..
„Aber man behauptet, daß dieß ſtets ſo geweſen iſt. Die kleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen, und die Vornehmen ſpotten über alle. 4 Wer wollte es wagen, gegenwärtig zu prozeſſiren, wo die Advokaten und Prokuratoren die Prozeſſe fünf oder ſechs Jahre lang verzögern, von allen Händen Geſchenke annehmen, und ſich ein Spiel daraus machen, die armen Prozeßführer zu Grunde zu rich⸗ ten, um für den Luxus ihrer Frauen und Töchter ſorgen zu können!. Was die Sergeanten betrifft, o, dieſe laufen überall herum, um Verbrecher auf⸗ zuſuchen; allein wenn ſie Diebe feſthalten, ſo laſſen ſie ſie b lo wieder los, ſobald dieſe ihren hungrigen
Geldbeutel durch ein Stück Geld bereichert haben.
Arme Stadt! Hören wir nicht jede Nacht einen er⸗ ſchrecklichen Lärmen! und doch wohnen wir noch in dem ſchönen Stadtviertel; dieß verhindert nicht, daß man da Mordthaten und Diebſtähle begeht. Da hört man ein Schreien, ein Waffengeklirx!... Wozu braucht man ſo viele Stadtrichter, Gerichtsdiener, Sergeanten, Häſcher, wenn die Polizei ſo ſchlecth„ verwaltet wird? Nicht die Kaufleute beklage ich, ſie würden ſich dem Teufel um einen Sou verſchreiben; ſie verkaufen ihre Waare vier Mal theurer, als ſie werth iſt; um Käufer herbeizulocken, erlauben ſie den Vorübergehenden, in ihre Boutiken zu treten,
laſſen ihnen Muße, mit ihren Frauen zu Wase


