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ner Troſt! Da wäre es eben ſo gut, als würde er krank leben!...“—„Krank leben!... gute Frau, was redet Ihr dal... was würde aus meinem Rufe werden!... aber beruhigt Euch, der junge Mann iſt noch nicht todt, und wir ſetzen ihm heute Abend wieder drei Dutzend Blutegel an den Unterleib; wenn dieſe nicht wirken, machen wir Gebrauch von den Schröpfköpfen, das iſt ein neues, ſehr häufig ange⸗ wendetes Mittel. Ich weiß nicht, von welchem Lande die Erfindung ausgeht, man muß aber zugeben, daß es ein ſehr ſchöner Gedanke iſt!... Vierzig Lanzet⸗ tenſpitzen dringen mit einem Male zugleich in's Fleiſch ein und zeichnen den Körper auf tauſenderlei ver⸗ 1 ſchiedene Arten! Man iſt tättowirt wie ein kanniba⸗ liſcher Fürſt!“—„Ach, mein Gott! vierzig Wunden — auf ein Malk..:“—„Es thut nicht wee. Ich habe übrigens das nöthige Inſtrument mit allen Rafir⸗ meſſer⸗Stücken, die ich mir habe verſchaffen können, ſelbſt zuſammengeſetzt, und es wäre mir lieb, wenn ich an meinem Kranken eine Probe damitzmachen könnte.“ Während Karl ſterbend in einer Hütte lag, gab ſich ſeine Familie der Freude hin. Dumont hatte, in's Schloß zurückgekehrt, Frau von Merville die 4 Verſicherung gegeben, daß ihr Sohn in wenig Tag3en zurückkehren werde und ihr Brief die gewünſchte Wir⸗ kung gethan habe.
„Wie glücklich werde ich mich fühlen!“ rief Frau voon Merville aus;„mein Sohn bleibt dann bei mir. Liebe Alexandrine, Du ſollſt meinen Karl ſehen und
zugeſtehen, daß er es verdient, geliebt zu werden.“ 2
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