Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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zu Karls Unglück auf ſeiner letzten Reiſe nach Paris einen bedeutenden Einkauf von Blutegeln gemacht hatte, die er mit Vortheil in ſeinem Orte los zu werden glaubte. Aber trotz ſeiner Verordnungen, Anpreiſungen und Redekünſte hatten die Landleute einen ſolchen Abſcheu vor den kleinen Thieren, daß ſie ſich nicht überwinden konnten, ein einziges zu kau⸗ fen. Dieſer Urſache muß man alſo den Eifer zu⸗ ſchreiben, womit der Barbier ſeine Waare an das Hintertheil des erſten fremden Kranken anzubringen ſuchte, den ihm die Vorſehung zuſchickte.

Dieſem geiſtreichen Mittel verdankte es Karl, daß er ſich bald nicht mehr rühren konnte. Das Delirium hatte allerdings nachgelaſſen, und unſer Arzt brü⸗ ſtete ſich daher auch mit ſeiner Wiſſenſchaft.„Aber,“ ſagte Urſula zu dem Barbier,„man hört den jungen Mann ja gar nicht mehr athmen.“—„Eil was ſchadet

das, wenn ſein Athem nur leicht und rein iſt.“—

„Er iſt ganz kraftlos, Herr Doctor.“—„Deſto beſ⸗ ſer! das Fieber hat aufgehört.“—„Er kann kaum mehr ſprechen!... ſeine Stimme iſt todesſchwach.“ —„Gut!l das ſind Beweiſe, daß ſeine Organe nicht mehr aufgeregt ſind.“—„Aber ſeine Augen ſind er⸗ loſchen!“—„Bravo! ſie ſind nicht mehr vom Wahn⸗ ſinn belebt.“—„Mit alle dem ſcheint er mir übel daran zu ſein.“—„Wie es unter dieſen Umſtänden ſein ſoll.⸗—„Er ſieht aus, als ob er nur noch zwei Tage zu leben hätte.“—„Ich ſtehe Ihnen zwar nicht dafür, daß er die Krankheit durchmacht, aber er ſtirbt ſicher vollſtändig geheilt.“—„Das iſt ein ſchö⸗