Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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geſehen! Ich begreife nicht, wo ſie hingerathen ſein kann.“—„Sie wird ſich zu lange in Bondy aufge⸗

halten haben...“—„Es macht mir nur Sorge,

daß Urſula behauptet, die Haus⸗ und die Hofthüre ſeien heute Morgen offen geweſen...“—„Nun! wenn ſie hinaus will, muß ſie doch vorher aufma⸗

chen!...“—„Hm!“ verſetzte Urſula,„ich ſage euch,

ſie iſt heute Nacht fort, ſonſt hätten wir ſie ja die⸗ ſen Morgen geſehen, wie ſolches ſonſt immer der Fall iſt, wenn ſie vorgibt, ſie gehe in die Schule!“ —„Was! vorgibt?... was willſt Du damit ſagen?“ —„Mein Gott, Herr, ich habe es nicht früher zu ſagen gewagt! Sie hätten mich doch eine Närrin ge⸗ heißen und mir es nicht geglaubt, wie immer, wenn ich etwas von Mamſelle Georgine vorbrachte!. So viel iſt gewiß, daß ſie oft, ſtatt in's Dorf zu gehen, den ganzen Tag mit dem jungen Stutzer her⸗ umlief, den wir bei jenem fürchterlichen Gewitter

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beherbergt haben. Ol ich habe ſie ſelbſt einmal mit,

einander geſehen, ohne daß ſie es vermutheten!“ Der Pächter runzelt ſeine Stirne; ſo leid es ihm thut, Georginen ein Unrecht vorwerfen zu müſſen,

fühlt er doch, daß ſie ihm das Zuſammentreffen und

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ihre Spaziergänge mit dem Herrn Marquis nicht hätte verbergen ſollen. Thereſe, welche das junge

Mädchen mit mütterlicher Zärtlichkeit liebte, wartete ungeduldig, bis ſie nach Hauſe komme, um ſich zu rechtfertigen und den Verdacht von ſich zurückzuwei⸗ ſen. Aber die guten Leute warteten vergebens!... Georgine kam nicht.