92 kann man einem Liebhaber eben ſo wenig beweiſen, daß ſeine Liebe aufhören werde, als einer Kokette, daß ſie gealtert habe. Was ſind Sie aber entſchloſ⸗ ſen, Herr Marquis?“—„Ich reiſe ab und nehme Georgine mit nach Paris.“—„Nach Paris... neh⸗ men Sie ſich in Acht!...“—„Was willſt Du da⸗ mit ſagen?“—„Sie würden vielleicht beſſer daran thun, Ihre junge Eroberung in dieſem Luſthauſe zu behalten.“—„Warum denn 27—„Parbleu, gnä⸗ diger Herr, errathen Sie das nicht? Sie haben eine hölliſche Mühe mit dieſem kleinen Mädchen gehabt, und jetzt, wo ſie die Frucht Ihres Sieges im Frieden genießen könnten, führen Sie ſie nach Paris, wo man der Unſchuld nachſtellt und ſie Einem zu ent⸗ reißen ſucht.“—„Schwatze mir kein ſolches Zeug vor. Georgine iſt würdig, in Paris zu glänzen und Alles, was man bisher Liebenswürdiges, Reizendes geſehen hat, zu überſtrahlen!... und Du verlangſt, ich ſolle ſie im Dunkel dieſer Zurückgezogenheit vege⸗ tiren laſſen!... ich ſolle einen ſolchen Schatz ver⸗ bergen und die Welt ihres ſchönſten Schmuckes be⸗ rauben!“—„Ach, ich ſehe, daß der gnädige Herr die Abſicht hat, ſie zu zeigen.“—„Du wirſt ſehen, daß mir Georgine Ehre macht 1... ſie ſoll eine ge⸗ feierte Modedame werden....“—„Seien Sie über⸗ zeugt, Herr Marquis, wenn die Weiber einmal Toll⸗ heiten machen, ſind wir nur Kinder gegen ſie!“— „Heute Nacht reiſen wir ab. Halte bis zwölf Uhr eine Chaiſe mit guten Pferden bereit; der Weg iſt nicht weit. Morgen mit Tagesanbruch ſind wir in
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