Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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nenfeucht; er lief auf Carleſta zu, warf ſich ihr zu Füßen und rief:Ich weiß jetzt Alles... es iſt mein Sohn, den Sie insgeheim erziehen... Sie geſtatten ihm, Sie ſeine Mutter zu nennen! Und ich wagte Sie zu beargwohnen, anzuklagen! Ach, Sie werden mir nicht mehr verzeihen wollen!

Statt aller Antwort ſtürzte ſich Carleſia in die Arme ihres Gatten, zog ihn an ihr Herz, und ge⸗ raume Zeit verging, ehe ſie Worte finden konnte⸗ ihm ihre Empfindungen auszudrücken.

Mathilde, die Zeugin des Glücks ihrer Freundin, empfand dießmal die lebhafteſte Freude. Nachdem ſie an Carleſia ſo ſehr übel gehandelt, fühlte ſie nun ihr Herz erleichtert, als ſie dieſelbe wieder glücklich ſah. Da ihr jedoch das Verhältniß, das zwiſchen ihr und Adhemar ſtattgefunden hatte, nicht mehr ge⸗ ſtattete, mit dem Gatten ihren Freundin zuſammen zu ſein, ſo nahm Mathilde von Carleſia Abſchied mit dem erneuten Schwure, keine anderen Wünſche mehr als die ihres Glückes im Herzen zu tragen. Carleſia zweifelte an der Aufrichtigkeit ihrer Freundin nicht, nichtsdeſtoweniger nahm ſie mit Vergnügen von ihr Abſchied und lud ſie zu einem Wiederbeſuche nicht ein.

Als Mathilde fort war, umarmte Carleſia von Neuem ihren Gatten und ſagte zu ihm:Künftig ſoll all' meine Sorge auf Ihr Glück gerichtet ſein, denn ich war zu ſtreng gegen einen Fehltritt... für den ſo viele Frauen gefliſſentlich keine Augen haben .. Allein ſo oft ich auf dem Punkte war, Ihnen