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Adhemar begab ſich in den Poſthof. Er trat in ein Bureau und forderte einen Platz.
„Der Herr wollen nach Bordeaux?“ fragte der Commis. 4
Adhemar wußte nicht, wo er hin wollte; die Hauptſache war für ihn, Paris zu verlaſſen. Er ver⸗ nahm, daß die Diligence nach Bordeaux um ſechs Uhr Abends abgehe; er beſtellte ſeinen Platz, be⸗ zahlte, ließ ſein Felleiſen da und entfernte ſich dann, indem er ſich fragte, was er bis ſechs Uhr Abends anfangen ſolle. Es war erſt zehn Uhr Morgens.
Plötzlich fuhr ihm eine Erinnerung durch den Kopf. Er lenkte ſeine Schritte nach dem Faubourg St. Martin, indem er zu ſich ſagte:„Und die arme Pepita! ſeht da, faſt einen Monat ſah ich ſie nicht mehr! Ich kann nicht abreiſen, ohne ihr zuvor Lebe⸗ wohl zu ſagen. Ich habe wenig Geld mehr! Gleich⸗ wohl werde ich es, ſollte es nothwendig ſein, noch⸗ mals mit ihr theilen. Finde ich in Bordeaux keine Stelle... gut, ſo ſchiffe ich mich ein... werde See⸗ mann.. laſſe mich anwerben... ich bin zu Allem bereit.“
Adhemar kam vor Pepita's Wohnung anz er wollte eben hineingehen, als ihn eine Frau am Arme hielt; er wandte ſich um und erkannte Frau Lichor.
Die Krankenwärterin ſagte mit einer Art Zer⸗ knirſchung zu ihm:„Wohin wollen Sie denn, mein lieber Herr?— Ihre Kranke beſuchen. Wie befindet ſie ſich jetzt?“
Frau Lichor ſchüttelte den Kopf und murmelte:


