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Nähe von Tivoli auf, wo ſie ein einſames, elendes Leben führte... ſie war guter Hoffnung.“
„Guter Hoffnung!“ rief Mathilde, auf Carleſia bedeutungsvolle Blicke heftend.—„Ja, ja; laſſe mich aber fortfahren. Ich ging nun zu dem jungen Mäd⸗ chen, das ſich mir zu Füßen warf und mein Mit⸗ leiden anflehte. Was wollen Sie mit Ihrem Kinde anfangen? ſagte ich zu ihr. Sie ſchlug die Augen nieder und ſtotterte: Ich habe die nöthigen Mittel nicht, es zu ernähren und aufzuziehen. Sofort machte ich ihr den Vorſchlag, ich wolle dieſe Sorge auf mich nehmen, wenn ſie ſich entſchließen könne, es mir zu geben. Die Freude, mit welcher ſie dieſen Vorſchlag aufnahm, bewies mir, daß ihrem Herzen die Süßigkeiten der mütterlichen Liebe etwas ganz Fremdes waren. Ich wartete den Zeitpunkt ihrer Entbindung ab. Sie brachte einen Knaben zur Welt, den ich auf meinen Armen mit mir nahm und nach mir nannte, denn ich konnte es nicht über mich ge⸗ winnen, ihm den Namen ſeines Vaters zu geben. Pepita dagegen ließ ich eine volle Goldbörſe zurück und ſah ſie nicht wieder. Dieſes Weib empörte mich: ſie bezeugte nicht einmal das Verlangen, ihr Kind noch einmal zu umarmen. Einige Zeit nachher ver⸗ ließ ich Italien mit meinem kleinen Karl, dem ich eine gute Amme gegeben hatte; ich begab mich in die Schweiz, wo ich über ein Jahr zubrachte. Ich verhehle Dir nicht, daß ich im Herzen die Hoffnung hegte, mich eines Tages wieder mit meinem Manne zu vereinigen und ihm zu verzeihen. Allein jedesmal,


