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mietheten hierauf eine herrliche Villa in der Nähe Neapels, woſelbſt ich ein junges italieniſches Land⸗ mädchen als Kammermädchen annahm. Dieſes Mäd⸗ chen war ſehr hübſch und recht gefallſüchtig; allein ſie war noch ſo jung, noch ſo unbefangen! Ueberdieß, konnte ich eiferſüchtig auf mein Kammermädchen oder auf irgend eine andere Perſon ſein, wenn ich mich der Liebe meines Gatten feſt verſichert hielt? Indeß war ich nicht länger als drei Monate Adhe⸗ mars Gattin. Ich begab mich eines Morgens auf den Weg nach Neapel, um dort Einkäufe zu machen; mein Mann ſollte mich Abends in der Stadt ab⸗ holen. Auf einmal hielt ein Mann, den ich nicht kannte, meinen Wagen an. Ich glaubte anfangs, er ſei ein Räuber, allein der Mann ſagte mir nur: Ihr Gatte hintergeht ſie; kehren Sie nach Ihrer Villa zurück, Sie werden ihn in den Armen Pepita's finden.
„Dieſe Worte machten mein Herz zu Eis erſtarren; ich konnte dieſer Mittheilung keinen Glauben ſchenken, und doch befahl ich dem Kutſcher, nach Hauſe um⸗ zukehren; der Unbekannte, der mich benachrichtigt hatte, war verſchwunden. Ich ſtieg in ziemlicher Entfernung von meiner Wohnung aus dem Wagen, damit man mich nicht zurückkommen höre, und ſchlich mich unbemerkt bis in Pepita's Zimmer. Ach! jener Mann hatte mich nicht belogen... Adhemar machte den Verräther an mir! Er warf ſich mir zu Füßen und bat mich, ihm ſeinen Fehltritt zu verzeihen. Allein mein ganzer Stolz erwachte wieder, das Ueber⸗ maß meiner Liebe ſelbſt bewirkte dieß; beſchimpft,


