Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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Carleſia wollte ihre Freundin emporrichten, dieſe blieb jedoch hartnäckig in ihrer kniefälligen Stellung; da ſie ihre Abſicht nicht erreichen konnte, drückte ſie ei⸗ nen Kuß auf die Stirne Mathildens und ſagte:Ja, ich bin ſeine Frau.. ich will es nicht länger läug⸗ nen, und jetzt, da er unglücklich iſt, halte ich es für meine Pflicht, ſeinen Namen zu führen. Ich ver⸗ achtete Dich niemals, Mathilde, ich konnte Dich nur beklagen, denn ich wußte wohl, daß die Leidenſchaft, die Du für ihn fühlteſt, Dir nichts als Leiden ver⸗ urſachen würde. Dieſe Leidenſchaft... ein Wort von Ihnen hätte ſie aus meinem Herzen bannen können... allein Sie ſcheuten ſich, mir eine Beſchä⸗ mung zu bereiten... Ach! Sie waren allzu edel⸗ müthig, während ich... wenn Sie wüßten, was ich Alles that! Ich ſage Dir, daß ich Dir vergebe. Allein erkläre Dich, auf welche Art ſich Dir das Geheimniß meiner Verbindung mit Adhemar ent⸗ hüllt hat.

Mathilde ſtattete ihrer Freundin nun einen aus⸗ führlichen Bericht über ihre vormittägigen Gänge ab, und erzählte ihr, wie ihr bei jenem verhängnißvollen Worte Trouillade's plötzlich ein Licht aufgegangen ſei. Als ſie mit ihrem Berichte zu Ende war, nö⸗ thigte Carleſia ſie, ſich an ihre Seite zu ſetzen, faßte ihre Hand und ſprach:Jetzt darf ich kein Geheim⸗ niß mehr vor Dir haben. Ich will Dir die Geſchichte meiner Heirath mit Adhemar und die Umſtände, die unſere Trennung zur Folge hatten, erzählen. So höre denn: Als Herrn Valmirans Tod mich zur