Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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zu einer ewigen Trennung ab.“—„Ich ihm die Treue gebrochen!“ rief Carleſia, indem ihr der Brief aus der Hand fiel.„Er klagt mich an, er hält mich

2 für eine Meineidige! Mich, die ich ohne Unterlaß

nur an ihn dachte! Mich, die ihn liebte, immer liebte, und ſelbſt dann liebte, wenn ich ihn floh; die ihrem Herzen Gewalt anthun mußte, daß es ihm nicht entgegenflog! Er hat den Beweis davon, ſagt er. Ol ich muß dieſes ſchreckliche Geheimniß auf⸗ klären; ich muß ihn ſprechen. Er kann mir die Bitte nicht abſchlagen, mich anzuhören; mag er mich als⸗ dann von ſich ſtoßen, wenn es ihm beliebt. Ja, mich rechtfertigen muß ich zum mindeſten; ich kann den Gedanken nicht ertragen, in ſeinen Augen als eine Schuldige dazuſtehen.“

Carleſia nahm in aller Eile einen Hut und einen Shawl. Sie ließ einen Wagen vorfahren, ſtieg hin⸗ ein und ließ ſich nach dem Hôtel garni ihres Gatten führen. Sie kam an, fragte nach Herrn Adhemar Marilly, beſtand darauf, ihn auf der Stelle ſprechen zu wollen und hörte kaum, daß man ihr antwortete: „Madame! der Herr, nach dem Sie fragen, iſt nicht mehr hier, er iſt dieſen Morgen ausgezogen.— Ausgezogen!... er iſt ausgezogen!“ rief Carleſia endlich,„das iſt nicht möglich, er ſchrieb mir ja ſo eben, ſchickte mir ſo eben einen Brief zu..— Ganz wohl, Madame! Alrs er fortging, übergab er der Magd einen Brief, den ſie auf der Stelle forttragen mußte.— Wo iſt er denn aber jetzt?— Darüber können wir nichts ſagen, Madame; der Herr ſagte