4241. und Albernheit werden gewiß ihren Beifall nie er⸗ langen. Allein ein Dritter muß ihr in den Wurf gerathen ſein, dem es gelang, Eindruck auf ſie zu machen... ſah ich doch mit meinen Augen, hörte ich doch mit meinen Ohren jenes Kind ſie ſeine Mutter nennen! In jedem andern Falle könnte ich es un⸗ möglich glauben. Ich will ſie nicht mehr ſehen! Es kommt mich ſchwer genug an, ſie zu vergeſſen! Ueber⸗ dieß kann ich meine ehemalige Lebensart nicht fort⸗ ſetzen. Ich weiß zwar wohl, man kann ſeine Lage maskiren; allein iſt man auch gut gekleidet, dabei aber unglücklich und außer Standes, Geld zu fort⸗ geſetzten Genüſſen der Lebensfreuden aufzutreiben, ſo iſt die Luſtigkeit eine Grimaſſe und in jeder noch ſo unſchuldigen Bemerkung glaubt man eine verſteckte Anſpielung auf unſere ſchlechten Glücksumſtände zu finden. Die Welt iſt für Glückliche geſchaffen; wer es nicht iſt, findet darin mehr Langeweile als Zer⸗ ſtreuung.“
Beinahe zwei Monate ſchon hatte Adhemar ſein
Ilôtel garni bezogen und noch immer keine Stelle ausfindig gemacht. Er brachte ſeine Tage zuweilen zu Hauſe zu, des vergeblichen Umherlaufens in Paris überdrüſſig. Dann beſtand ſeine Hauptbeſchäftigung darin, ſeine Garderobe zu muſtern, ſeine Kleider ſorgfältig auszuklopfen und auszubürſten, überhaupt ſein Möglichſtes zu thun, um in ſeinem Aufzug jene Eleganz, die er bisher gezeigt hatte, nicht fehlen zu laſſen. Freilich hatte ihn eben dieſe Eleganz ſchon Paul de Kock. XL. 4


