— 4². mehrmals verhindert, eine Anſtellung zu erhalten, allein trotz dieſes Umſtandes konnte er es doch nicht über ſich gewinnen, ſie ſchwinden zu laſſen.
Winter und Froſt hatten ſich wieder eingeſtellt. Eines Morgens rief die Magd des Hoötel garni, während ſie in Adhemars Zimmer Feuer anmachte: „Ich verliere einen guten Miethsmann... den Herrn im untern Stocke; er wohnte ſeit geraumer Zeit in unſerm Höotel und dachte nicht im Schlafe daran, es zu verlaſſen!.. Da macht er eine ganz unverhoffte Erbſchaft: zweimalhunderttauſend Franken fallen ihm wie vom Himmelz eine artige Summe! Alsbald ver⸗ läßt Herr Blondin ſeinen Platz und begibt ſich in die Picardie, wo er ſein Erbe anzutreten und ſich mit Apfelwein zu bewirthen gedenkt! Lauter Glück! — Was für eine Anſtellung hatte denn dieſer Herr Blondin?“ fragte Adhemar.—„Er hatte einen Platz bei einem Handelshauſe oder bei der Bank, der ihm fünfzehnhundert Franken jährlich eintrug... allein zweimalhunderttauſend ſind ein ander Ding! Geſtern erhielt er die Nachricht von ſeinem Glücke und heute iſt er abgereist.— Kann Sie mir das Haus an⸗ geben, in welchem er arbeitete.— Ja wohl! Ich hatte öfters Briefe allerliebſter Damen hinzutragen, welche ihn beſuchen wollten: Herr Blondin war ein Liebhaber von dem ſchönen Geſchlechte. Es iſt in der Straße Saint⸗Louis und gehört Herrn Desma⸗ ture... einem Bankier kleineren Ranges... an der Ecke der Straße Saint⸗Claude. O! jedes Kind kann es Ihnen zeigen.“


