Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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Zeit werde ich vielleicht dieſe Eleganz nicht mehr haben, dieß Blendwerk, von welchem dieienigen ge⸗ täuſcht werden, an die ich mich einer Anſtellung hal⸗ ber wende; wenn ich kein Geld erwerbe, wird es mir nicht mehr möglich ſein, mir neue Kleider anzuſchaffen. Dann erſt wird meine Armuth an den Tag kommen, dann erſt wird man an mein Unglück zu glauben an⸗ fangen... Mitleid einflößen! Ach, dieſe Prüfung wird am ſchwerſten zu tragen ſein! Mein Gott, möchteſt Du mir Muth in's Herz geben! Doch warum ſich zum Voraus niederbeugen laſſen, ſo lange es noch nicht dahin gekommen iſt!

Eines Tages, als Adhemar, ohne um ſich zu ſehen, eilfertig über den Palais⸗Royal⸗Platz ging⸗

aus Beſorgniß, Perſonen ſeiner Bekanntſchaft zu be⸗

gegnen, ſah er ſich von Jemand angehalten, der ihn am Arme nahm und ihm herzhaft die Hand drückte: es war Dalbrun, der Adhemar erkannt hatte. Die⸗ ſer ſah keinen Ausweg mehr, das Rencontre zu ver⸗ meiden; allein von allen Perſonen, die er in der großen Welt getroffen, war ihm Dalbrun der Ach⸗

tungswertheſte, eine Achtung, die nicht den Beifall

und die Bewunderung der Menge zum Stützpunkt, ſondern in dem wahren Werthe und Gehalt, in dem durchdringenden Verſtande und dem ſoliden Charakter ſeiner Perſönlichkeit ihren letzten Grund hatte. Wo ſtecken Sie denn, mein lieber Herr Marilly? ſagte Dalbrun, Adhemar theilnahmsvoll anblickend. In der That, ſchon ſeit geraumer Zeit ſieht man Sie mit keinem Blicke mehr in den geſellſchaftlichen Zirkeln.