36 Qualität...— Mein Herr,“ ſagte Adhemar,„ich will Ihnen die Abſicht meines Beſuches auseinander⸗ ſetzen. Sie haben in einem Anſchlagezettel das Be⸗ dürfniß ausgeſprochen, eine Perſon zu bekommen, die Ihre Bücher zu ordnen im Stande wäre.— Ganz recht, ich ſelbſt ſchrieb die Anzeige. Ich bin nämlich mit meinen Büchern hölliſch im Rückſtand. Was glauben Sie? Man hat hier keine Zeit zum Schreiben... immer Leute zu bedienen bis ſpät in die Mitternacht... meine Frau wechſelt, ich ſelbſt muß auf alle Fälle bei der Hand ſein.— Mein Herr, ich habe eine ſchöne Handſchrift und der Zweck meines Kommens iſt der Antrag, ihre Bücher in's Reine bringen zu wollen.“
Der Spezereihändler ſah Adhemar mit erſtaunten, aus dem Kopfe ſtierenden Augen an; auf einmal brach er in ein lautes Gelächter aus und ſagte:„Hal der Schwank iſt gut... der Schwank iſt ſehr gut!— Wie, mein Herr, von welchem Schwank reden Sie denn? — Von dem, den Sie mir da ſpielen wollen... ein Scherz, wenn Sie lieber wollen! Haha! ich gehe nicht ſo ſchnell in die Falle!— Ich ſcherze nicht, mein Herr, und komme nicht aus Ihren Aeußerungen!— Ach, ſehr gut! Ich, was mich betrifft, komme aus dem Späßchen; o, ich komme ſehr gut daraus! Ihnen, meine ſchönen eleganten Herren, iſt nichts lieber, als uns Spezereihändler zum Beſten zu haben; das haben Sie ſo im Brauche. Sie werden unter ſich Rath ge⸗ ſchlagen haben: welchen Streich wollen wir jetzt dem Bertrand da ſpielen.— Noch einmal, mein Herr,


