34 maligen Bekannten wieder zuſammengetroffen zu ſein, denn er wäre durch die Frage: warum er ſich nicht mehr in der Geſellſchaft ſehen laſſe, die er zu mei⸗ den ſich feſt vorgenommen hatte, in große Verlegen⸗ heit gekommen.
Eines Morgens, als Adhemar im Citéviertel ſpa⸗ zieren ging, fiel ihm eine kleine, geſchriebene, an die Mauer geklebte Ankündigung in's Auge. Er lief hin und las:„Bertrand, Spezereihändler, ſucht auf der Stelle eine Perſon, die ſich damit zu befaſſen hätte, ſeine Bücher zu ordnen und zu copiren; er bietet hun⸗ dert Franken monatlich, wenn die Handſchrift ſchön iſt.“
„Ein Spezereihändler!“ ſagte Adhemar zu ſich; „bei einem Spezereihändler Arbeit nehmen!... Allein es handelt ſich ja nicht darum, Pfeffer zu wägen und im Laden zu ſtehen. Hundert Franken monatlich iſt in meiner jetzigen Lage wahrhaftig viel; es wäre albern, da den Stolzen zu ſpielen. Friſch zu! tra⸗ gen wir Herrn Bertrand unſere Dienſte an!“
Adhemar ſah nach, wo der Spezereihändler wohnte: die Adreſſe lautete auf eine nahe Straße. Dorthin begab er ſich jetzt und entdeckte bald den Laden Herrn Bertrands. Nach einem Momente zögernden Be⸗ denkens entſchloß er ſich endlich, ein Herz zu faſſen und bei dem Gewerbsmanne einzutreten. Dort traf er einige Hausjungfern, die ſich verſchiedene Gegen⸗ ſtände geben ließen, während an einem Tiſche da⸗ neben verſchiedene Perſonen in Blouſen oder Hemd⸗ ärmeln kleine Gläſer Branntwein oder Likör tranken. Der junge Mann gerieth in augenblickliche Be⸗


