33 ſein; in jedem Falle aber dem Commiſſionär ſeine Gebühren bezahlen.
Adhemar ſtand dann von der Sache ab, indem er zu ſich ſagte:„Der Menſch iſt ein Schuft: er thut mir ohne Zweifel, weil ich beſſer gekleidet bin als Andere, auch die Ehre an, gewichtigere Bedingungen zu ſtellen; allein ich kann über keine Kautionsgelder verfügen, und habe durchaus keine Luſt, Vorſchüſſe zu geben, um einen Platz als Ueberzähliger zu er⸗ halten.“
Die elegante Kleidung Adhemars hatte die wei⸗ tere Folge, daß er in der Reſtauration zu zweiund⸗ zwanzig Sous, wo er ſein Diner einnahm, die Auf⸗ merkſamkeit der Gäſte auf ſich zog. Die jungen Leute des Viertels flüſterten untereinander, wenn er ſich zeigte; Diejenigen, deren Kleider etwas mürbe und zunderartig geworden waren, ſchoßen unwillige Blicke auf ihn, wie wenn ſeine Eleganz ihr Negligé belei⸗ digt hätte. Allein Adhemar kümmerte ſich nicht um ſeine Nachbarn; er begnügte ſich damit, gegen Jeder⸗ mann höflich zu ſein und oft konnte es ihm einfallen, alter Gewohnheit treu, dem Kellner nach einem Di⸗ ner zu zweiundzwanzig Sous zehn Sous Trinkgeld zu geben.
Indeſſen vermochte dieſe neue Lebensart nicht, aus Adhemars Herzen alle Erinnerungen an die Vergan⸗ genheit zu verbannen. Allein wenn Carleſia's Bild in ſeinem Geiſte wieder feſten Fuß faſſen wollte, bot er Allem anf, es aus demſelben zu verdrängen; auch wünſchte er ſich Glück, noch mit keinem ſeiner ehe⸗


