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ſind kein reicher Mann? Das erſte Wort, das ich höre! Ich hielt Sie für einen Millionär... je nun, ich danke Ihnen, mein Herr! Ei, ſagen Sie mir doch Ihre Adreſſe, damit ich zu Ihnen ſchicken... oder nach erfolgter Geneſung, womit es hoffentlich nicht mehr lange anſtehen wird, ſelbſt zu Ihnen gehen und meinen Dank abſtatten kann.— Ich nehme kei⸗ nen Beſuch an, und es iſt überflüſſig, daß Sie meine Adreſſe wiſſen... ich wiederhole Ihnen, ich werde über Sie wachen; Adieu, Pepita.“
Adhemar erhob ſich und wollte ſich eben entfer⸗ nen, als ihn die junge Frau aufhielt mit den Wor⸗ ten:„Warten Sie, ich habe Ihnen ein Geheimniß zu entdecken, das mir ſeit lange auf dem Herzen laſtet..— Ein Geheimniß, das mich angeht?— Allerdings, und ſogar ſehr nahe.— Nun gut! reden Sie!“
Pepita fuhr mit der Hand über ihre Stirne, ſann einige Augenblicke nach und ſagte endlich:„Nein... es geht nicht, ſpäter will ich mit Ihnen davon ſpre⸗ chen... die Hache könnte mir Ihren Unwillen zuzie⸗ hen; ſpäter.*. wir haben noch Zeit.— Adieu alſo, Madame.— Adieu. Nicht wahr, Sie kommen recht bald wieder, denn mich quält tödtliche Langeweile.“
Ohne hierauf etwas zu erwiedern, ging Adhemar jetzt von der Kranken fort. Beim Oeffnen der Thüre wäre er faſt gegen Frau Lichor gerannt, welche ihr Ohr ganz dicht an's Schlüſſelloch gehalten hatte, jetzt aber in aller Eile ſich erhob und mit den tiefſten Bücklingen zu ihm ſagte:„Wie finden Sie unſere
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