ich Ihnen geſchrieben; allein der Pförtner von der Straße Navarin ſagte zu Jedermann, Sie wären verreist.— Er hatte Recht, ich war gar nicht in Paris, ſo eben komme ich an... Ich hatte von Ihrer Krankheit vernommen... und ergriffen, wie ich war, reiste ich hieher.— Das nimmt mich gar nicht an Ihnen Wunder, Sie waren ſo edelmüthig... Sie kommen gerade recht! Ich bin ohne Geld und krank dabei... allein ich werde geneſen, o recht bald ge⸗ neſen. Finden Sie mich recht verändert?— Es läßt ſich leicht denken, daß Sie mancherlei Bedürf⸗ niſſe, eine ſchonende Behandlung nöthig haben wer⸗ den; Sie werden zumal eine ſtrenge Diät befolgen müſſen— Däät! Ach! Sie kommen mir vor wie mein Doctor! Der will auch, ich ſoll mich nicht rüh⸗ ren, ſoll nichts als Milch genießen!... Allein Sie wiſſen nicht, daß all' dieß mein Tod wäre, weil es mir Langeweile macht. O! furchtbare Langeweile! Ich möchte gerne ausgehen, auf den Ball, zu Rane⸗ lagh gehen... ich tanzte ſo gut... ich werde dorthin gehen, ich...“
Ein heftiger Huſten, der Pepita jetzt befiel, ver⸗ hinderte ſie fortzufahren; ſie brauchte lange, bis ſie ſich wieder erholte. Adhemar langte ſofort aus ſeiner Brieftaſche ein Bankbillet von fünfhundert Franken heraus und legte es vor ſie hin mit den Worten: „Ich würde Ihnen gerne mehr anbieten, allein ich pefinde mich gegenwärtig ſelbſt nicht mehr in glän⸗ zenden Umſtänden; indeſſen darf es Ihnen nicht bange werden, ich werde über Sie wachen..— Wie? Sie


