Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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folgt, ſo hätte man den Homoͤopathen genommen! der nimmt ſich ſeiner Patienten weit manierlicher an. Wohnt hier nicht Madame Folicourt, fragte Adhemar die Alte.Ja, mein Herr, Madame Folicourt, eine nette, allerliebſte Frau... Ihnen zu dienen; es iſt recht ſchade, daß die Geſundheit, die ſie genießt, ſo miſerabel iſt. Iſt ſie anweſend... kann man ſie ſprechen? Anweſend? das will ich meinen! Iſt ſie denn im Stande, auszugehen? Sie hat nicht ſo viel Kraft wie mürber Zunder! Zwar fehlt ihr weder Anlaß noch Luſt zum Ausgehen. Erſt vorgeſtern ſagte ſie zu mir: Meine liebe Frau Lichor ... Lichor iſt mein Name, Ihnen zu dienen, Jo⸗ ſephine Deſiree Franziska Amada Zemire Lichor, Wittwe, Krankenwärterin für Alte und Junge, fünf⸗ zehn Sous per Tag, das Doppelte für's Nachtwachen ... ja, und dann ſucht man ſich ineinander zu ſchicken! Mit mir iſt gut auskommen, dafern ich nur Morgens meinen Kaffee, nach dem Eſſen meinen Schluck Brannt⸗ wein und Abends mein kleines Fläſchchen Wein habe, ſo iſt, bei Gott, was das Weitere betrifft, Niemand nüchterner als ich.

Adhemar fiel der ſchwatzhaften Alten in's Wort: Ich wünſchte mit Madame Folicourt einige Augen⸗ blicke zu ſprechen. Ich verſtehe, ich verſtehe; o, ich verſtehe Alles auf der Stelle... aber hören Sie, ich will Ihnen etwas ſagen: wenn Sie Geld von ihr einziehen wollen, für Dieß oder Jenes, das ſie ihr lieferten, ſo ſage ich Ihnen vorher, daß ſie keinen Paul de Kock. XI. 3 3