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Er fuhr im Schritte, firirte die Häuſer ſcharf, ſie nach den gegebenen Bezeichnungen muſternd, und entſchloß ſich endlich, auszuſteigen und Nachfrage zu halten, ob man Madame Folicourt kenne.
Er hatte bereits vier Pförtner und zwei Obſt⸗ weiber angeſprochen und jedesmal verneinende Ant⸗ worten erhalten. Auf jede ſeiner Fragen hatte man
ihn wiederum gefragt:„Was iſt es denn mit dieſer Dame?“
Aergerlich über dieſe einfältige Frage gab er dann die launige Antwort:„Was kann Euch denn daran liegen, was es mit dieſer Dame iſt, ſo lange Ihr noch keine Perſon dieſes Namens kennet?⸗
Er fing an, die Hoffnung aufzugeben, Diejenige, die er ſuchte, zu finden; er dachte, Madame Pola⸗ tinskiskoff werde eine Vorſtadt mit der andern ver⸗ wechſelt haben, und wußte nicht, was jetzt beginnen, als er bei einem Blick rings auf ſeine Umgebung einen Mann bemerkte, der an der Ecke eines finſtern Ganges ſaß, ziemlich ſchlecht gekleidet war und ihn aufmerkſam zu betrachten ſchien.
Adhemar konnte ſich einer lebhaften Bewegung nicht erwehren, als er ſeinen Unbekannten wieder erkannte, eben die Perſon, die er im Gehölz von Vincennes einzuholen ſich vergebliche Mühe gegeben. Dießmal jedoch kam der Fremde, ſtatt ſich aus dem Staube zu machen, geraden Schrittes auf ihn zu, deutete mit dem Finger auf das Haus, vor welchem
er ſaß und ſagte trocken:„Diejenige, die Sie ſuchen, wohnt hier...— Wie können Sie wiſſen, wen ich


