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genießen zu können.— Leben Sie wohl, Herr Adhe⸗ marl beſuchen Sie uns in Paris, dann wollen wir Ihnen von unſeren Muſcheln geben.“
Damit entfernten ſich die zwei Loretten lachend, hüpfend und ſich der ganzen Luſtigkeit ihres Weſens überlaſſend. Adhemar dagegen, ſtatt auf das Schiff zuzugehen, wie er anfangs im Sinne hatte, kehrte in ſein Hotel zurück.
„Ich kann Pepita nicht krank und ohne Geld in Paris laſſen,“ ſagte er zu ſichz„zwar iſt dieſe Frau die Urſache all' meiner Leiden, ſo lange ich jedoch noch irgend Geldmittel beſitze, werde ich ſie nicht hülflos ihrem Schickſal überlaſſen... Anſtatt mich nach Bourbon einzuſchiffen, kehre ich jetzt ſtracks nach Paris zurück... ich glaube nicht, daß das der Weg⸗ zu meinem Glücke ſein wird, allein ich folge lieber der Stimme meines Herzens als meines Intereſſes, und ich würde mir zürnen, bliebe ich mir hierin nicht getreu...“
Noch am gleichen Abend befand ſich Adhemar auf dem Rückwege nach Paris.
Zweites Kapitel.
Edelmüthig und arm.
Kaum in Paris angekommen, ſtieg er in einen Wagen, ließ ſeinen Koffer, ſeine Habſeligkeiten in denſelben bringen und ſich in die Vorſtadt Saint⸗ Martin führen bis hinauf zur Kirche Saint⸗Laurent.


