Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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21 ich beſuchte ſie vier Tage vor unſerer Abreiſe... ſie hatte nicht einmal die Mittel, ſich die vom Arzte verordneten Arzneien anzuſchaffen... ich ſelber lieh ihr zehn Franken... Sie wird ſie mir nie mehr zu⸗ rückgeben!... allein ich bringe ihr damit ein Freund⸗ ſchaftsopfer... Wir machen jetzt eine kleine Prome⸗ nade auf dem Hafendamm... können Sie mit uns, Herr Adhemar, Sie werden uns Muſcheln aufleſen helfen? 2

Einige Minuten lang ſchien der junge Mann in tiefes Nachdenken verſunken; als Madame Polatins⸗ kiskoff ihren Vorſchlag wiederholte, erwiederte er endlich:Ich danke Ihnen, meine Damen, ich kann nicht das Vergnügen haben, ich kehre auf der Stelle nach Paris zurück. Wie? Sie wollen fort von hier? Ach, wie ſchade! warten Sie wenigſtens nur noch zwei Tage, dann reiſen wir in Ihrer Geſell⸗ ſchaft! Es iſt unmöglich, eine dringende Ange⸗ legenheit... ich muß ſogar noch heute fort... Ahl. hätten Sie vielleicht die Güte, mir die Adreſſe Pe⸗ pita's... ich will ſagen der Madams Folicourt zu ſagen? Sie wollen ſie jetzt beſuchen, da ſie krank iſt? Ah, das iſt brav; Sie ſind mehr werth als Ihre Geſchlechtsbrüder. Madame Folicourt wohnt jetzt im Faubourg Saint⸗Martin, eine Treppe hoch; ich weiß zwar die Nummer nicht, allein es iſt ſo ziemlich Saint⸗Laurent gegenüber, ein recht häßliches, ſchmu⸗ ziges, ſchwarzes Haus. Schönen Dank, ich werde es finden. Leben Sie wohl, meine Damen; ich be⸗ dauere, das Vergnügen Ihrer Geſellſchaft nicht länger