Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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denn Paris hinter uns. Geſtern kamen wir hier an und bezogen ein Logis in Frascati, gerade da, wo man die Seebäder nimmt! Ja, ja, wir werden auch nehmen, wir werden Alles mitmachen! denn zu was Anderem ſind wir hier als zu unſerem Ver⸗ gnügen... O, wenn Sie wüßten, was wir ſeit geſtern ſchon Auſtern aßen es iſt ſchauderhaft! Allein mir ſchlüpfen ſie hinunter wie Bisquit... und dann hat man auch hier einen hölliſchen Appetit... Gott! was iſt es etwas Schönes um die Meeresküſte, das Ver⸗ gnügen, Muſcheln aufzuleſen, nicht einmal in Rech⸗ nung zu bringen... es hat prächtige darunter. Jedoch, was fällt mir ein? Wir ſollten von Rechts⸗ wegen kein Wort mit Ihnen ſprechen, denn Sie ha⸗ ben recht ſchlecht an uns gehandelt... zumal an mir. 4 Was iſt denn mein Verbrechen, Madame? Wie, mein Herr? Sie erinnern ſich nicht mehr jenes Abends, da Sie plötzlich aus meinem Zimmer ver⸗ ſchwanden? Gerade wollten wir an's Souper... wir warteten eine Ewigkeit auf Sie... und die arme AJema, wie ſchmerzlich war ſie gekränkt!... Adhemar ſuchte ſich zu entſchuldigen, allein No⸗ nore unterbrach ihn mit dem Ausruf:Behalten Sie nur Ihre Ausreden für ſich! Wir wiſſen den wahren Grund recht wohl! Madame Folicourt machte Ihnen damals Füße! Madame Folicourt!... Ja, ja, die Italienerin... Sie kennen ſie, Sie wollten ein vis-à-vis mit ihr und Azema vermeiden. Seit ſie

krank iſt, iſt ſie ganz verlaſſen... gewiß iſt, daß ſie

ſeit zwei Monaten um zehn Jahre älter wurde!...