Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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Obwohl mit ſeinem Entſchluß im Reinen, mel⸗ dete ſich Adhemar doch nicht gleich dem Kapitän; er ließ die vier Tage vorübergehen. Nun aber rief er ſich in's Gedächtniß, daß keine Zeit mehr zu verlieren ſei und machte ſich auf den Weg.

Das Loos iſt geworfen, ſagte er,ich beſtelle meinen Platz!

Als er ſich dem Geſtade näherte, fielen ihm zwei junge Damen auf, die er an ihrer anmuthigen und koketten Tournure gleich für Pariſerinnen erkannte. Er warf ihnen einen Liebesblick zu und gerieth in nicht geringe Verwunderung, hier in Havre die zwei Loretten von der Straße Navarin, die hübſche No⸗ nore und Madame Polatinskiskoff, zu treffen.

Die zwei Damen ihrerſeits, die Adhemar jetzt auch wieder erkannten, kamen lachend auf ihn zu und riefen:Ah, ſieh' da, Herr... Herr... unſer vorma⸗ liger Nachbar in Paris... Herr Adhemar, jetzt fällt mir der Name des Herrn wieder ein. Kein Ande⸗ rer, meine Damen! Nicht entfernt hoffte ich, das Vergnügen zu haben, Sie in Havre zu treffen. Ja, das iſt eine Laune, ein Einfall, den wir Beide zumal gehabt haben. Nonore und ich wollten um alle Welt einmal das Meer ſehen... ein ſehr natür⸗ licher Einfall, nicht wahr? Ich ſah ſchon Mancherlei, ſeit ich auf der Welt bin, aber doch das Meer noch nicht!... Herr Ribobiche macht eine Reiſe im Belgi⸗ ſchen... dieß machte ich mir zu Nutze... Nonore, die ſich mit ihrem Gönner entzweit hatte, war es eben recht, mich begleiten zu können, und ſo ließen wir