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leichterer Mühe mein Glück machen, Al⸗ wenn ich in Frankreich bliebe.“)
Der Gedanke, Frankreich Lebewohl zu ſagen, hatte zwar keinen allzugroßen Reiz für Adhemar, allein je mehr er ihn bei ſich erwog, deſto mehr überzeugte er ſich, daß er in ſeiner jetzigen Lage nichts Beſſeres thun könne, als nach Bourbon zu Herrn Bonnefond abzureiſen.
Tags darauf begab er ſich zu dem Schiffskapitän und fragte ihn, wie hoch ihn die Ueberfahrt nach Bourbon zu ſtehen kommen würde.
„Haben Sie eine förmliche Ladung oder Beilaſt
zum Mitüberführen?“ fragte der Kapitän.—„Nichts als mich und einen Reiſekoffer mit meinen Effekten. — Dann kommt Sie die Fahrt auf zwölfhundert Franken; allein Sie werden gute Koſt erhalten, es wird Ihnen nichts abgehen. Ueberlegen Sie ſich die Sache. Da Sie keine Beilaſt haben, ſo brauchen Sie mir erſt in vier Tagen Ihren Entſchluß zu melden.“
Adhemar begab ſich wieder auf den Hafendamm, wo er ſeine Promenade fortſetzte und zu ſich ſagte: „Zwölfhundert Franken! Zweitauſend hatte ich im Ganzen... etwa vierhundert gingen darauf, ſeit ich hier bin. Ich kann mich einſchiffen, es bleiben mir bei meiner Landung auf Bourbon immer noch vier⸗ hundert, eine hinreichende Summe für ein Land, wo ich Geld erwerben und keines verbrauchen will. Wohlan⸗ es bleibt dabei, ich reiſe ab. In Paris werde ich recht bald vergeſſen ſein, ja vielleicht denkt man be⸗ reits nicht mehr an mich.“


