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und zwar aus dem Grunde, weil ſich die Familie Sublimé jetzt immer in Havre aufhielt, wo ſie in der That die Seebäder gebrauchte. Hätte ſich Adhe⸗ mar ein beſcheideneres Logis ausgeſucht, ſo war zu befürchten, ſie errathe ſeine finanzielle Klemme. Zu⸗ mal den Sublimé's wollte er dieſe verbergen; denn erfuhren dieſe etwas davon, ſo war die Sache auch für ſeine Bekannten in Paris bald kein Geheimniß mehr. In der beharrlichen Abſicht, den ſchlechten Zuſtand ſeiner Finanzen zu maskiren, beſuchte Adhemar ſofort das Theater, die Concerte, wo ihm der Anblick der Fräulein Idalia und ihrer Angehörigen zu Theil wurde: ſie thaten jetzt ganz fremd gegen Adhemar, der ſich in ehrerbietiger Entfernung von ihnen hielt. Ferner ging Adhemar, ſtatt ſich um irgend eine Anſtellung zu bemühen, tagtäglich am Strande ſpazieren; das majeſtätiſche Schauſpiel, das man vom Hafendamm aus genießt, macht die Seele gedankenvoll. Bei Adhemar geſchah dieß oftmals; zum Theil waren— es ſehr vernünftige Betrachtungen, die er anſtellte. „Ich hatte ſechstauſend Franken Revenuen,“ ſagte er eines Tages zu ſich;„zwar ein beſcheidenes, aber keineswegs zu verachtendes Vermögen; ich nahm eine ſehr reiche Frau, lebe jedoch getrennt von ihr.. ſie beſtand auf einer Theilung ihres Vermögens mit mir... allein ich wies dieß großmüthige Anerbieten zurück, und mußte dieß, denn ich hatte ſie und nicht ihr Geld geheirathet. Um mich zu tröſten, aufzu⸗ heitern, aus Eitelkeit endlich lebte ich lange Zeit auf dem Fuße eines reichen Mannes! Und gegen⸗
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