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milie Sublimé, die ſich von dieſem Tage an nicht mehr an der Table d'höôte blicken ließ.
Nach dem Diner gedachte Adhemar ſich zu dem alten Kaufmann, ſeinem Bekannten, zu begeben. Seine Adreſſe war ihm nicht entfallen; er machte ſich auf den Weg zu ihm, überzeugt, daß er mit offenen Armen empfangen werden würde; allein als er beim Pförtner des Hauſes nach Herrn Bonnefond fragte, erwiederte dieſer:„Herr Bonnefond, ſeit zwanzig Jahren etablirter Kaufmann dahier in Havre, hat ſich auf der Inſel Bourbon niedergelaſſen, allwo er ſich große Ländereien gekauft hat, deren Wirthſchaft er ſelbſt betreiben will; vor neun Monaten hat er ſich eingeſchifft.— Damit wäre es alſo vorbei,“ ſagte Adhemar auf dem Rückwege nach ſeinem Hotel zu ſich.„Der einzige Freund, auf den ich zählen konnte, der eine Mann, mit dem ich ohne Erröthen über meine Lage hätte ſprechen können, der viel⸗ leicht im Stande geweſen wäre, mir auf die Bahn des Glückes wieder zu verhelfen, iſt abgereist!... nach der Inſel Bourbon!... Ich kenne, außer ihm, keine Seele in Havre... was jetzt anfangen? Doch vergeſſen wir unſern Vorſatz nicht, dem Mißgeſchicke muthig Stand zu halten! Da ich nun einmal hier in Havre bin, wohlan, ſo will ich auch hier bleiben; leicht möglich, daß ſich hier eher eine Thüre für mich aufthut als in Paris.“
Ein weiterer Entſchluß Adhemars war auch, in dem ſchönen Hotel, wo er abgeſtiegen war, zu blei⸗ ben, und die Lebensweiſe eines Reiſenden fortzuſetzen,


