Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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der Gäſte näher in's Auge gefaßt, als ſich ein leiſer Schrei ihm gegenüber hören ließ. Er ſchaute auf und wurde nun des Anblicks der ganzen an der Table d'hote

ſitzenden Familie Sublimé theilhaftig.

Der Schrei kam von Fräulein Idalia her, die ihn ausgeſtoßen, als ſie Adhemar erkannte; ſie hatte ſofort ihrer Mutter einen kleinen Ruf gegeben, die hinwiederum ihrem Gemahl einen gab, der ihn an ſein Söhnchen weiter ſpedirte. Dieſer war eben im Begriff, zu trinken, goß ſeinen Wein auf den Tiſch und rief:Papa iſt ſchuldig d'ran... er gab mir einen Puff... warum ſtößt Du mich denn, Papa, das iſt recht dumm, das!

Dardanus erwiederte auf dieſen zornmüthigen Er⸗

guß ſeines Söhnleins nichts. Der Gegenſtand ſeiner tiefen Aufmerkſamkeit war eine Muſikdoſe, die er vor ſich auf den Tiſch geſtellt hatte, damit ſie die Bewunderung der Reiſenden erregen möchte; allein an einer Table d'hote bewundern die Reiſenden ge⸗ wöhnlich nichts als die aufgetragenen Speiſen, und Herr Sublimé war ſomit genöthigt, ganz allein den Lobredner ſeiner Muſikdoſe zu machen.

Als Adhemar die vor ihm ſitzenden Perſonen er⸗ kannt hatte, begrüßte er ſie höflich, allein Fräulein Idalia wandte den Kopf verächtlich ab, ihre Mutter that, als kenne ſie ihn nicht, und der Gemahl, der bereits den Gruß zu erwiedern begann, erhielt unter dem Tiſche einen Knieſtoß, der ihm die Luſt, artig zu ſein, benahm.

Zum Unglück hatte das kleine Wunder keinen