10
nun, mein Herr! was geben Sie mir für Alles zu⸗ ſammen?— Es iſt Alles ſo ſchlecht, ſo alt, ſo ab⸗ genützt,“ ſagte der Tapezier, den Kopf ſchüttelnd.— „So? Als Sie mir dieſe Gegenſtände vor ſechs Wochen verkauften, ſagten Sie, ſie ſeien noch gut und recht wohl erhalten.— Ja, aber in ſechs Wochen haben der Herr Ihre Möbeln eben viel gebraucht! — Ich begreife nicht, wie in ſo kurzer Zeit meine
Seſſel und mein Bett ſollen bedeutend abgenützt
worden ſein, da ich doch Niemand zum Beſuch er⸗ halten habe... allein zur Sache!“
Der Tapezier machte ein Anbot von neunzig Franken für das, was er um hundert Thaler ver⸗ kauft hatte; Adhemar nahm es an mit den Worten:
„Wenn ich fortfahre, derartige Handelsgeſchäfte zu
machen, werde ich zuverſichtlich kein Kröſus! Hoffent⸗ lich wird das mein letztes in dieſem Genre ſein.“ Den andern Morgen war Adhemar auf dem Wege nach Havre. Bei ſeiner Ankunft in dieſer Stadt ſagte er zu ſich:„Soll ich jetzt ſtehenden Fußes zu Herrn Bonnefond gehen oder in einem Hötel abſteigen? Das Letztere ſcheint mir den Vorzug zu verdienen. Seit mehr als einem Jahre ſah ich dieſen Herrn nicht mehr; bei ihm anzukommen und zwar zur Stunde des Diners könnte als ein Mangel an Lebensart er⸗ ſcheinen. Beträfe die Abſicht meines Beſuches keine Dienſtleiſtung, die ich von ihm zu verlangen genöthigt bin, ſo würde ich ohne Bedenken hingehen, aber das Unglück macht furchtſam... gehen wir in's Hotel.“ Ein Commiſſionär trug ſich unſerem Reiſenden


