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bereuen, ihren traurigen Entſchluß ausgeführt zu haben. Nein, ich werde dem Mißgeſchick Stand zu halten wiſſen; es gehört mehr Muth dazu, als ſich eine Piſtole vor den Kopf zu ſchießen. Und kann man überhaupt den Gang der Zukunft zum Voraus be⸗ ſtimmen? Kann man vorausſehen, was die Vor⸗ ſehung für uns thun kann?... Wohlan! verfolgt mich das Unglück, ſo werde ich mit ihm ringen, werde ein Mann zu ſein anfangen... Ich beging viele Thorheiten der Frauen wegen... ich verdanke ihnen all' meine Freuden und meine Leiden... Das, welches heute auf mir laſtet, iſt zwar ſchwerer als alle früheren, allein man muß es zu tragen wiſſen.“
Zufrieden mit ſich ſelbſt in Folge dieſes Entſchluſſes und all ſeiner Energie wieder habhaft, machte Adhe⸗ mar ſich jetzt ernſthafte Gedanken über ſeine Lage und über die Mittel, die ihm eine Zukunft ſchaffen könnten. Sein ganzes Beſitzthum beſtand jetzt nur noch in den zweitauſend Franken, die ihm der Ver⸗ kauf ſeines eleganten Mobiliars eingebracht hatte; wenn er jetzt nicht gleich einen Entſchluß faßte, ſo mußte er jedenfalls nach Aufbrauch ſeines letzten Thalers eine Beſchäftigung, eine Anſtellung ſuchen, und es ſchien ihm klüger, ſich vorher damit zu be⸗
faſſen. Auch ſah er wohl ein, daß er jetzt den Bällen,
dem Spieltiſche, kurz allen Gelegenheiten zum Geld⸗ aufwand den Abſchied geben müſſe, was ihn jedoch keine Selbſtverläugnung koſtete, da er mit Carleſia ſich nicht wieder zuſammenfinden wollte und den feſten Entſchluß gefaßt hatte, künftig die Häuſer zu


