Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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len greifend, die in ſeinem Schreibtiſche lagen, ſagte

er zu ſich:Alles iſt für mich dahin, Glück, Ver⸗ mögen, Hoffnung... ja, dieſe Hoffnung, die mich

nie verließ... dieſe Erinnerung an Carleſia, die

mich ſelbſt in den Tagen meiner größten Thorheiten umſchwebte, muß ich jetzt aus meinem Gedächtniſſe verbannen. Ich hoffte, ſie würde die Freiheit, die ich ihr zurückgab, ſich nicht zu Nutze machen... ich täuſchte mich. Alles iſt für mich verloren... habe ich alſo nicht das Recht, mich eines Daſeins zu ent⸗ ledigen, das mir nichts mehr als Kummer und Kla⸗ gen zu bieten vermag?

Bei dieſen Worten ſpielte er mit einer der Piſto⸗ len, die er in der Hand hielt; nach einem Momente des Nachdenkens warf er jedoch die Waffe bei Seite und rief:Wenn ich Carleſia's Liebe verlor, wenn ich mein Vermögen verſchwendete, wenn ich nun aller Mittel entblößt bin, habe ich mir dieß Alles nicht ſelbſt zuzuſchreiben? Und ich ſollte nicht den Muth haben, die Folgen meiner fehlerhaften Auf⸗ führung zu tragen!... Nein, der Selbſtmord iſt eine Feigheit; denn er iſt nichts Anderes als eine Preis⸗ gabe des Poſtens, an den uns das Schickſal geſtellt hat; er iſt ferner eine Dummheit, in welcher unſere

Eitelkeit uns ſelbſt überleben will... wir möchten

gerne nach unſerem Tode von uns ſprechen machen l.., Arme Thoren, die wir ſind! Könnte die Mehrzahl Derer, die ihren Selbſtmordgedanken Raum gaben, das Urtheil der Welt vernehmen, wüßten ſie, wie bald ſie vergeſſen ſind, wahrlich! ſie würden es tief