Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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ſtattfanden, wate jetzt allzu abgeſchmackt; allein von der Natur dieſer unſerer Verbindung kann ich Sie nicht näher unterrichten. Ich bin ſehr im Unrecht gegen Sie, Madame, ich weiß es, es macht mir Kummer; allein ſobald ich Ihre Freundin in Ihrem Hauſe wiederſah, wurde ich meiner Bewegung nicht Meiſter, und Ihre Eiferſucht that das Uebrige. Dieß Un⸗ recht... Adhemar, es kommt nur auf Sie an, daß ich es vergeſſe.

Adhemar erwiederte nichts; dagegen führte er ſeine Begleiterin an den Ort zurück, wo der Wagen auf ſie wartete. Er half Mathilden einſteigen und ſetzte ſich neben ſie. Der Kutſcher ſtieg wieder auf den Bock und fuhr ab. In dieſem Augenblick be⸗ merkte Adyemar bei einem Blick aus dem Kutſchen⸗ ſchlag etwa fünfzig Schritte vom Wagen einen unter einer Gruppe von Bäumen ſtehenden Mann, deſſen Kleidung faſt an einen Bettler erinnerte und der ſeine Augen ſtier auf den Wagen und ſeine Paſſa⸗ giere geheftet hatte.

Das iſt er, rief Adhemar,das iſt wieder dieſer Menſch... ja... ol ich kenne ihn... der Blick dieſes Elenden ſcheint mich immer verhöhnen, beleidigen zu wollen. Was für ein Menſch? Von wem ſprechen Sie denn? fragte Mathilde unruhig.Je, mein Gott! ich weiß ſelbſt nicht... es iſt ein Unbekannter, eine mir ohne Unterlaß auf allen Schritten folgende Kreatur. Ja! aber heute will ich ihn faſſen, heute muß er mir Rede ſtehen... ich werde ihn dießmal wohl zu einer Erklärung zwingen... Kutſcher, Kut⸗