Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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10² ſchlagen durch das Schauſpiel, das ſich ihm ſo eben dargeboten, ſchien keinen Schritt mehr thun zu können; Mathilde ſah ihn aufmerkſam an und ſuchte zu er⸗ gründen, was in ſeiner Seele vorging.

Wie nun, mein Herr, habe ich Sie hintergangen, habe ich Madame Valmiran verläumdet, ſagte Ma⸗ thilde;habe ich Ihnen den Beweis zu meiner Be⸗

hauptung gegeben? Sie haben es, Sie haben

mich nicht hintergangen, flüſterte Adhemar;es bleibt mir kein Zweifel mehr übrig! Madame Valmiran iſt ohne Zweifel nach Paris zurück; ſoll ich Sie zu der Bäuerin führen, um ſie auszuforſchen über dieß ihrer Pflege befohlene Kind. Nein, das

iſt überflüſſig; ich weiß genug, wir können nach Paris

zurück. So geben Sie mir Ihren Arm, denn ich fühle mich noch nicht kräftig genug, es wird viel ſein, wenn ich unſern Wagen wieder erreichen kann. Mein Gott, Sie zittern auch, was haben Sie denn? Nichts, Madame, es wird vorübergehen. Der Anblick, der ſich Ihnen vorhin darbot, war recht pein⸗ voll für Sie! Hätte ich das gewußt... jedoch, Sie haben ſich ja auch nicht geſcheut, mir manche Pein zu bereiten. Sie fühlen alſo einen hohen Grad von Liebe zu dieſer Frau? Was that ſie Ihnen denn aber, daß ihre Treuloſigkeit Sie in dieſen Zuſtand der Verzweiflung ſtürzt! Sind Sie vielleicht deßhalb ſo verliebt in Sie, weil Sie von ihr nicht geliebt wer⸗ den? Adhemar, antworten Sie mir! Ich kann Ihnen nichts ſagen, Madame; Ihnen abzuläugnen, daß zwiſchen Madame Valmiran und mir Beziehungen