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Antwort zu bewegen, allein mit einem Male öffnete dieſer die Wagenthüre, beugte ſich hinaus und rief: „Wir ſind in Saint⸗Maur, Madame.— Gut, mein Herr, der Kutſcher weiß, wo er halten muß; allein ich hoffe, mein Herr, daß Sie mich nicht compro⸗ mittiren... nicht mit Madame Valmiran ſprechen... daß Sie einiges Mitleid mit mir haben wer den.— Seien Sie ruhig, Madame, ich habe mit... mit dieſer Frau weder zu ſprechen im Sinn... noch ſie überhaupt merken zu laſſen, daß ich den Belaurer ihrer Handlungen mache.“
Der Wagen hielt in einer Art von Seitengäßchen, wo er die Weiſung bekam, auf ſeine Paſſagiere zu warten. Mathilde ſtieg aus, Adhemars Arm neh⸗ mend, obwohl derſelbe ihr nicht angeboten worden war. Sie lehnte ſich ſtark auf ihn und zog ihn an ſich; die Schwäche ihrer Geſundheit diente ſo zur Entſchuldigung der Schwäche ihres Herzens.
Nachdem ſie einige Zeit auf Querwegen gelaufen waren, zeigte Mathilde ihrem Begleiter in der Ent⸗ fernung ein Häuschen, vor welchem ein Miethwagen hielt und ſagte zu ihm:„Hier! Carleſia iſt bereits angelangt! Wir können dieß aus dem dort wartenden Gefährt ſchließen. Sie wird ohne Zweifel, wie ſie zu thun pflegt, mit dem Kinde am Ufer der Marne ſpazieren gegangen ſein... Kommen Sie... ſteigen Sie dieſen Fußpfad herunter... wir werden ſie bald ſehen... aber laſſen Sie uns bei unſerm Gange Vor⸗ ſicht anwenden, laſſen Sie uns weit vor uns blicken.“
Adhemar ließ ſich geleiten. Mathilde ließ ihn


