Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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wieder Mathilde das Stillſchweigen, indem ſie rief: Und jetzt, mein Herr, können Sie mir Ihre Leiden⸗ ſchaft für Madame Valmiran nicht mehr wegläugnen; denn hätten Sie keine Liebe zu ihr, wäre ſie Ihnen

glleichgültig, was läge Ihnen denn an dieſem Kinde?

Wie hätte die Entdeckung dieſes Geheimniſſes bei Ihnen eine ſo heftige Bewegung zur Folge haben können? Und dann war geſtern Ihr Aerger, Ihre Eiferſucht, als Herr Monſignard ſich mit Carleſia unterhielt, merklich genug. Sie konnten ſich ja nicht mehr halten... Sie verließen mich unartig, um in die Nähe derſelben zu kommen... Sie waren nahe daran, dieſen Herrn herauszufordern, was in einem fremden Hauſe ſchon ein ſehr übles Benehmen iſt, was aber in dem meinigen von Ihrer Seite ein Alt der Grauſamkeit war, denn Sie mußten ja wohl wiſſen, daß ich auf der Folter ſtand, daß ich Todes⸗ qual litt... Was kümmert das aber Sie? Sie ſehen nur den Gegenſtand Ihrer jüngſten Liebe vor ſich! Andere gelten Ihnen jetzt nichts mehr. Auch ich... ich... die Ihretwegen an der Freundin die Ver⸗ rätherin mache... denn ich weiß wohl, was ich heute thue, iſt recht ſchlecht!... Allein nachdem ſie nicht einmal ſo viel Vertrauen zu mir hatte, mir ihre Geheimniſſe mitzutheilen, nachdem ſie mir ihr Herz entfremdet hat... warum ſoll ich ſie nach alle dem noch ſchonen? O, ich verabſcheue ſie jetzt... denn Sie lieben ſie... Sie läugnen es nicht nahr.e. Sie lieben ſie, nicht wahr?

Mathilde drückte Adhemars Arm, um ihn zu einer