Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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95 Trotze fort; ich hoffte indeſſen doch im Stillen, Sie würden mich zurückrufen. Ich blieb daher einige Minuten auf Ihrer Treppe; allein ich hoffte ver⸗ gebens; o, es war Ihnen allzulieb, daß Sie mich vom Halſe hatten!

Mathilde hielt hier ſehr bewegt inne, allein Ad⸗ hemar ſprach keine Silbe und ſah fortwährend auf den Boden. Die junge Frau fuhr etwas gefaßter fort:Ich vergeſſe immer, daß es ſich nicht um mich handelt, daß ich Sie nicht von mir zu unterhalten habe; Verzeihung, mein Herr, es ſoll nicht mehr geſchehen. Als ich von Ihnen weggegangen war, nahm ich einen Wagen und ließ mich zu Madame Valmiran führen... Ich wollte ſie zu Rede ſtellen ... ich wollte ſie noch einmal inſtändig bitten, mir zu ſagen, ob Sie ihr Geliebter wären oder geweſen wären. Eben als ich bei Carleſia anfahren wollte, ſehe ich ſie von Ferne in einen Wagen ſteigen. Jetzt kam mir der Gedanke, das Ziel ihres Ausgangs könnte ein Beſuch bei Ihnen ſein, oder könnte ſie ſich wenigſtens an einen dritten Ort begeben, den Sie ihr zur Zuſammenkunft bezeichnet hätten. Ich vermag Ihnen nicht zu ſagen, was mir Alles in den Kopf kam, kurz, ich ſagte zu meinem Kutſcher: folge Er von Ferne jenem Wagen, wir wollen ihm nachfahren. Madame Valmiran ließ ſich nach Saint⸗ Maur führen und ſtieg vor einem hübſchen Häuschen aus, in welches ſie eintrat. Mein Kutſcher war ſo geſcheidt, ferne genug zu halten, daß es nicht auf⸗ fallen konnte. Ich ſtieg auch aus und hielt mich auf