91
Gemahl Mathildens.„Er benimmt ſich ja ganz ſon⸗ derbar.“
Dalbrun ſchüttelte ſchweigend den Kopf, Mon⸗ ſignard dagegen ſagte lachend:„Dieſer Herr iſt ſehr erzürnt darüber, daß ſich Madame Valmiran viel mit mir unterhielt. Das macht ihm ſchmerzlichen Gram!. Allein ein ander Mal, hoffe ich, werde er etwas ſparſamer mit ſeinen Worten ſein, wo nicht, ſo wird man ihn lehren, was Höflichkeit iſt. — Frau, Frau!“ rief Carcaſſonne, vor Freude auf⸗ ſpringend,„ich hab's, ich hab's... mein Kunſtſtück ... ſieh, ſo macht man's.— Gut, mein Freund,“ verſetzte die kleine Dame,„Du wirſt es mir zeigen, wenn wir zu Hauſe ſein werden.“ 4
Siebentes Kapitel. Das Kind.— Der Unbekannte.
Die Frau des Miethkutſchers, dem Adhemar auf⸗ getragen hatte, ihm eine neue Wohnung zu ver⸗ ſchaffen, war zufällig Köchin bei einem alten Eigen⸗ thümer der Straße Perche im Marais. Poupoule, ſo nannte ſie ſich, hatte mehrmals zu ihrem Mann geſagt, er ſolle ihr Hausleute herzuſchaffen ſuchen und dieſer hielt daher ganz ſtolz mit dem Wagen, in welchem der eine Wohnung ſuchende Herr ſaß.
Adhemar, deſſen Geiſt immer mit ganz andern Dingen umging, als mit dem Suchen einer Woh⸗ nung, hatte ſogleich zwei kleine, ſehr häßliche Zimmer


